Freunde von Bethanien

Die Suche nach dem Sinn

 

Die  Suche nach dem Sinn des Lebens, nach innerer Erfüllung und vor allem nach Liebe und Geborgenheit läßt sich einfach nicht verdrängen. Die friedlose Welt – jeder Einzelne in ihr – sehnt sich nach Liebe, nach wahrer, echter Liebe. Wo ist sie zu finden?

Das Blog der „Freunde von Bethanien“ will bei der Suche nach Liebe und Geborgenheit helfen, ja, eine Antwort finden lassen – aus der Tiefe des christlichen Glaubens und aus der Erfahrung von Gott her.

Die eingestellten Texte beziehen sich auf die Schriften von Claret de la Touche. Von ihr sagt André Frossard: „Sie spricht von Gott auf die entschiedendste Weise, die es gibt: aus der Erfahrung. Genau diese Sprache, die Sprache der direkten Kommunikation, wird vielleicht eines Tages den Menschen den Glauben wiedergeben.“

In der Form zeitgebunden – inhaltlich jedoch zeitlos gültig, so spricht Claret de la Touche über die tiefsten Wahrheiten mit großer Einfachheit. Gott läßt sie erkennen, daß die Welt nur durch das Heilmittel Liebe zu retten ist. Nicht durch „Aktionen“, sondern dadurch, daß Einzelne und – von ihnen ausstrahlend – immer mehr sich ganz in Liebe und Vertrauen Gott übergeben, sich von seiner Liebe füllen lassen – bis sie fähig sind, Gottes Liebe in die Welt zu bringen.

Gott gibt Claret de la Touche, einer verborgen lebenden Klosterfrau, die Einsicht, daß dabei die Priester die entscheidenden Werkzeuge Gottes sein sollen. Laien-Priestertum und Weihe-Priestertum – wesensmäßig verschieden – sollen zusammenwirken bei der Erneuerung der Welt durch Liebe.

Im Grunde spricht Gott zu jedem von uns: „Laß mich Dich lieben und durch Dich die Welt erreichen“ – denn: „Niemand kann leben ohne Liebe.“ (Johannes Paul II)

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Es folgen im Anschluß an diese Einführung die Blogeinträge – beginnend mit dem jeweils aktuellsten 😉

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Written by amica2

13. Mai 2010 at 10:00 pm

Veröffentlicht in Einführung

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Wenn der Weihnachts-Rundbrief erst Ende Januar kommt…

 

… dann ist er mal wieder spät dran!

Das werden Sie, liebe Blogbesucher, vermutlich denken.

„Stimmt – aber vielleicht kommt er gerade noch früh genug?!“, lautet die Antwort, die zugleich eine Bitte um Verständnis ist.

Das „Früh genug“ nimmt Bezug auf das Fest der Darstellung des Herrn. Als „Mariä Lichtmess“ beschloß dieser Tag früher den Weihnachts-Festkreis. Für die Freunde von Bethanien ist der 2. Februar von zentraler Bedeutung, denn Papst Johannes II. hat das Fest der Darstellung des Herrn 1997 zum „Tag des geweihten Lebens“ erklärt.

An diesem Tag stehen der Dank und das Gebet für die gottgeweihten Frauen und Männer im Mittelpunkt. Der Tag soll die Entscheidung zum einem Leben im Dienste der Unendlichen Liebe vor Augen stellen. Damit formuliert der „Tag des geweihten Lebens“ ein Herzensanliegen der Freunde von Bethanien. Jetzt verstehen Sie vielleicht das „Früh genug“…

Doch zurück zum Weihnachts-Rundbrief 2018: Er erzählt aus dem Leben von fünf adventlichen Gestalten, die als offene „Kanäle“ die Unendliche Liebe selbst erfahren und in ihrem Leben und Wirken für andere erfahrbar gemacht haben.

Von einer dieser Gestalten berichtet der Weihnachts-Rundbrief folgendes:

„Und dann, zehn Tage vor dem Heiligen Abend, feiern wir schließlich den Doctor Mysticus, den hl. Johannes vom Kreuz. In armen Verhältnissen 1542 in der Provinz Avila geboren, schlug er sich zunächst durchs Leben. In der Schule der Jesuiten und durch seine Krankenpflegedienste wuchs in ihm der Ruf zu einem Geistlichen Weg. Im Orden der Karmeliten, dem er beitrat, fand er alles andere vor als das Ordensideal der Beschaulichkeit, Stille und Kontemplation. Er wollte Kartäuser werden, aber die hl. Teresa von Avila erkannte seine Begabung und präsentierte ihn ihren Schwestern als Heiligen, als sie ihn zu deren Seelenführer machte. Von seinen eigenen Ordensbrüdern wurde er in einer Nacht- und Nebelaktion gefangengenommen und unter schlimmsten Verhältnissen neun Monate (!) im Gefängnis von Toledo ein gesperrt, bis ihm die Flucht gelang, an Mariä Himmelfahrt. Aber dort, im dunklen Verließ, machte er seine tiefsten Gotteserfahrungen, in der „Dunklen Nacht“. Tiefste Mystik und Poesie zeichnen seine Gedichte, die er dann in vier großen Werken interpretiert. Nach der Flucht wird er zum Former und Spiritual des reformierten, d.h. zur alten Strenge zurückgeführten Form des Ordens. In seinem Todesjahr 1591 wird er von denen, die sich der Reform widersetzen, erneut aller Ämter enthoben, und stirbt am 14. Dezember krank und „arm wie eine Kirchenmaus“.

„Arm wie eine Kirchenmaus“ starb auch Claret de la Touche, die Begründerin des Werkes der Unendlichen Liebe. Aber wie viel Vorbilder im Glauben, sieht sie darin eine Chance:

„Nichts widerspricht so sehr dem Geist Gottes als die Überschätzung und übertriebene Anwendung menschlicher Mittel. Die Werke Gottes werden nur aufgebaut auf dem Fundament der Einfachheit, Kleinheit und Demut.“

In diesem Sinne beten und wirken wir Tag für Tag – nicht nur am 2. Februar 😉

Ihre Freunde von Bethanien

 

PS: Außer dem Weihnachts-Rundbrief 2018 finden Sie im Download-Bereich auch die beiden neuesten Rundbriefe der amerikanischen Freunde von Bethanien.

Weihnachts-Rundbrief 2018

Rundbrief 076/2018 „Work of Infinite Love“

Rundbrief 075/2018 „Work of Infinite Love“

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Written by amica2

24. Januar 2019 at 12:31 pm

Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt!

 

Ein Bild und eine Passage aus dem diesjährigen Osterbrief an die Freunde von Bethanien sind besonders beeindruckend. Lesen und betrachten Sie selbst:

„In der neuen Kirche des hl. P. Pio in San Giovanni Rotondo in Italien hat man auch die Sakramentskapelle neu gestaltet, wunderbar ganz mit (modernen) Fresken ausgemalt, die allesamt die Eucharistie zum Thema haben. Ein Bild aber hat es mit dort besonders angetan, weil es die mitreißende Faszination der Begegnung mit dem Auferstandenen und Seiner bleibenden Gegenwart in Wort und Sakrament zum Ausdruck bringt: Als die zu Tode betrübten und in ihrer Glaubenshoffnung und Erwartung enttäuschen Jünger am Ostertag die Flucht ergreifen, im Weg nach Emmaus, und dabei die Gegenwart des Auferstandenen erfahren, der ihnen die Schrift erschließt und ihnen Seine bleibende Gegenwart im Sakrament schenkt da sie Ihn erkennen beim Brechen des Brotes, dann aber nicht mehr sehen – da heißt es, dass sie noch in derselben Stunde aufbrechen; weil sie eine Erfahrung, eine Glaubenserfahrung, eine Ostererfahrung gemacht haben, zu der uns der Herr eigentlich in jeder Heiligen Messe einlädt und sie uns schenken will, wenn wir nicht so viel von uns, sondern mehr von Ihm erwarten. Und genau das wir dort ins Bild gebracht: Wie sie miteinander aufbrechen, fasziniert, begeistert die Schriftrolle und das gebrochene Brot fest an ihr Herz drücken, und, eins geworden damit und miteinander, aufbrechen. Ein Bild für uns, mit Ihm und miteinander ein Herz und eine Seele zu werden? Daran werden alle erkennen, dass ihr Meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt!“

 

Osterbrief2018

Bleibe bei uns, Herr!

 

Den vollständigen Osterbrief zum Nachlesen finden Sie hier: Ostern 2018

Wir wünschen allen Blog-Besuchern gesegnete Kar- und Ostertage und eine erfüllte österliche Festzeit.

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Written by amica2

28. März 2018 at 11:23 am

Veröffentlicht in Texte, Zitate

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Kreuzweg mit Claret de la Touche – 14. Station

 

„Ich verstehe weder zu beten, noch zu lieben, noch zu leiden. Komm Du selber, das alles in mir zu wirken.“

 

Kreuzweg 14. Station

 

 

Jesus wird ins Grab gelegt

 

„O Maria, meine Mutter, als man den Leichnam deines Sohnes ins das Grab legte, da hast Du den Schmerz der Trennung von geliebten Wesen kennen gelernt… Meine Mutter, hilf mir, um Jesu Willen alles zu verlassen!“

 

 

 

 

 

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Written by amica2

28. März 2018 at 3:00 am

Kreuzweg mit Claret de la Touche – 13. Station

 

„Ich verstehe weder zu beten, noch zu lieben, noch zu leiden. Komm Du selber, das alles in mir zu wirken.“

 

Kreuzweg 13. Station

 

 

Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

 

„Es gibt nur ein Geschöpf, das mich geliebt hat und liebt wie der Priester mich lieben soll; es gibt nur ein Herz, das dem seinen als Vorbild für diese Liebe dienen kann; das Herz meiner heiligen Mutter!“

„Bitten wir unsere himmlische Mutter, uns zu lehren, Gott wirklich zu lieben, wie sie ihn geliebt hat; das heißt, ihm volle Herrschaft in unserem Herzen einzuräumen wie sie.“

 

 

 

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Written by amica2

27. März 2018 at 3:00 am

Kreuzweg mit Claret de la Touche – 12. Station

 

„Ich verstehe weder zu beten, noch zu lieben, noch zu leiden. Komm Du selber, das alles in mir zu wirken.“

 

Kreuzweg 12. Station

 

 

Jesus stirbt am Kreuz

 

„Als Jesus die Jungfrau Maria in unbeschreiblichem Leid zu Füßen seines Marterholzes stehen sieht, neigt er sich zu ihr und legt sterbend in ihre Hände, was ihm nächst, ihr am teuersten ist: die Seelen! Das ist sein letztes Vermächtnis, seine letzte Gabe der Liebe. In der Person des geliebten Johannes vertraut er ihr alle seine Kinder an. Er macht sie zur Mutter, fruchtbar wie sonst keine Mutter, zur Königin des Weltalls, zur Ausspenderin seiner Gaben.“

 

 

 

 

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Written by amica2

26. März 2018 at 3:00 am

Kreuzweg mit Claret de la Touche – 11. Station

 

„Ich verstehe weder zu beten, noch zu lieben, noch zu leiden. Komm Du selber, das alles in mir zu wirken.“

 

Kreuzweg 11. Station

 

 

Jesus wird ans Kreuz geschlagen

 

„Zu Füßen diese Kreuze müssen wir unser Herz wirklich leer machen von allem, … lieben wir Gott, lieben wir Jesus, der uns so sehr geliebt hat; aber, lieben wir ihn mit einer Liebe, die der seinen gleicht, seiner weiten, hochherzigen, vertrauenden Liebe. Zeige auch wir eine Liebe, die alles verzeiht, die alles erwärmt, die niemals glaubt, genug zu tun, eine Liebe, die sich ohne Berechnung und Vorbehalt schenkt, eine Liebe, die auf dem Weg des Opfers bis zur gänzlichen Selbstvergessenheit und Selbstentäußerung geht.“

 

 

 

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Written by amica2

25. März 2018 at 3:00 am

Kreuzweg mit Claret de la Touche – 10. Station

 

„Ich verstehe weder zu beten, noch zu lieben, noch zu leiden. Komm Du selber, das alles in mir zu wirken.“

 

Kreuzweg 10. Station

 

 

Jesus wird seiner Kleider beraubt

 

„Du willst, daß ich Dir immer opfere … Du nimmst mir alle menschliche Stütze, und ich bleibe einsam, von Angst und Furcht niedergedrückt, von Versuchungen bedrängt, aber es bleibt mir doch eine göttliche Stütze: Ja, Du bleibst bei mir, o mein Gott.“

 

 

 

 

 

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Written by amica2

24. März 2018 at 3:00 am